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News-Archiv

„Laut ist out – versau‘ dir nicht die Tour“

Heute richten wir uns ausnahmsweise nicht mit einem vorrangig sicherheitsrelevanten Thema an Sie. Dennoch geht es auch heute um ein Thema, das uns alle angeht! Es geht darum, wie wir Motorradfahrer, akustisch auf andere wirken und mit welchen Konsequenzen diese Wirkung verbunden sein kann, wenn die Grenze vom satten Motorensound zum Lärm, ob bewusst oder unbewusst, überschritten wird.

Unstrittig ist in diesem Kontext, dass Lärm Lebensqualität einschränkt. Werden Motorräder von Anwohnern stark befahrener Straßen als „Lärm“-Quelle ausgemacht, ist oftmals der Weg zu Behörden und Politikern vorgezeichnet und endet mitunter mit einer Streckensperrung für Motorräder. Für alle ärgerlich, oftmals unnötig und seit langer Zeit bereits ein Thema, mit dem sich das ifz in seiner Funktion als Koordinationsbüro der Bundesarbeitsgemeinschaft Motorrad (BAGMO, die seit 1991 aktiv für die Interessen der Motorradfahrerinnen und -fahrer in Deutschland eintritt) schon seit Jahren beschäftigt.
Mit einem eigens produzierten Film unter dem Motto „Laut ist out – versau‘ dir nicht die Tour“ geht der Industrieverband Motorrad (IVM) das Thema „Motorradlärm“ verbunden mit dem Dauerthema „Streckensperrungen“ aktiv an.

Ziel ist es, Motorradfahrerinnen und -fahrer für mehr Rücksichtnahme und Lärmvermeidung zu sensibilisieren.

Der Film läuft als Social-Media-Kampagne und kann samt entsprechenden Informationen u.a. hier angesehen werden.

Eine Gute Fahrt & schönes Wochenende!

Ihr ifz-Team

Erste Hilfe: Verbreitete Irrtümer

1. „Ich kann durch meine laienhafte Hilfe mehr falsch machen als zu helfen“

Wer aus Angst etwas falsch zu machen die Erste Hilfe unterlässt, macht den größten Fehler, den man begehen kann, nämlich gar nicht zu helfen. Niemand verlangt vom Ersthelfer hundertprozentiges Können. Was aber verlangt wird, ist eine schnelle Hilfeleistung bis der Rettungsdienst eintrifft. Wer bei der Ersten Hilfe nach bestem Wissen vorgeht, wird auch juristisch nicht belangt. Der Gesetzgeber verfolgt eher das Gegenteil: Die „unterlassene Hilfeleistung“.

2. „Ein Klapphelm kann mit hochgeklapptem Kinnteil auf dem Kopf des Verletzten bleiben!“

Auch bei so genannten Klapphelmen, bei denen das Kinnteil samt Visier hochgeklappt werden kann, ist die Abnahme des kompletten Helmes bei einem bewusstlosen Motorradfahrer erforderlich. Denn nur so sind eine korrekte Atemspende und eine eventuell später notwendige stabile Seitenlage möglich. Übrigens, sehr hartnäckig hält sich in den Köpfen vieler Auto- und Motorradfahrer der Glaube, einem Bewusstlosen den Helm generell nicht abzunehmen, obwohl bereits seit 1984 unter Experten Einigkeit darüber herrscht, dass der Helm in jedem Fall abzunehmen ist. Das Risiko bei Bewusstlosigkeit im Helm zu ersticken, ist für den Verletzten weit größer, als ein Verletzungsrisiko beim Abnehmen des Helmes. Trotzdem sollte der Helm natürlich immer mit größter Vorsicht abgenommen werden, um Halswirbelverletzungen zu vermeiden.

3. „Die Pulskontrolle ist wichtig“

Schon lange wird nicht mehr dazu geraten bei einem bewusstlosen Verletzten den Puls zu überprüfen. Die Prüfung ist nicht so einfach wie man oftmals vermittelt bekommt. Ist beim Verletzten keine Atmung festzustellen, fängt man unverzüglich mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung an. Dies gilt übrigens auch bei Unsicherheit darüber, ob der Verletzte atmet oder nicht. Also nicht lange zögern, sondern wiederbeleben.

Viele weitere Tipps und Informationen zum Thema „Erste Hilfe“ liefert unsere passende Broschüre, die hier kostenfrei heruntergeladen werden kann: Link

Eine Gute Fahrt & schönes Wochenende!

Ihr ifz-Team

Klapphelme beim Fahren schließen

Die Welt der Helme bietet eine große Artenvielfalt. Egal, ob Integral-, Jet-, Cross-, Crossover-, Enduro- oder Klapphelm, alle haben eines gemeinsam. Nämlich den Schutz während der Fahrt sowie bei einem Sturz. Die größte Schutzwirkung kann der Helm jedoch nur leisten, wenn er so eingesetzt wird, wie es für ihn vorgesehen ist. Bei den meisten Klapphelmen ist dies der geschlossene Zustand während der Fahrt.

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Sicher auf dem Weg zur Arbeit …

… das ist die Hauptintention, weshalb Berufsgenossenschaften oftmals die Kosten für ein Motorrad-Sicherheitstraining ihrer Mitglieder übernehmen. Es handelt sich bei der Unterstützung zumeist entweder um die volle Kostenübernahme oder um eine Teilerstattung. Wer sich genauer über die Förderung der einzelnen Berufsgenossenschaften informieren möchte, findet auf unserer Webseite eine praktische Übersicht.

Die Bedeutung und der Wert eines guten Motorrad-Sicherheitstrainings kann gar nicht oft genug hervorgehoben werden. Darum werden wir auch nicht müde, auf unsere Kooperation mit dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) und dem ADAC hinzuweisen. Gemeinsam haben wir die praktische Online-Plattform eingerichtet, auf der die aktuellen Termine für motorisierte Zweiradfahrer deutschlandweit gelistet sind. Dort findet jeder schnell und unkompliziert das passende Training in seiner Nähe.

Also los! Nutzen Sie die Gelegenheit und fügen Sie ihrer Sicherheit auf dem motorisierten Zweirad kostengünstig oder sogar gratis einen wichtigen Baustein hinzu. Ganz egal, auf welchem fahrerischen Niveau Sie sich bewegen, von einem qualifizierten Motorrad-Fahrsicherheitstraining kann jeder profitieren!

Eine Gute Fahrt & schönes Wochenende!

Ihr ifz-Team

Serielles Überholen

Entgegen dem Anspruch vieler Motorradfahrerinnen und –fahrer individuell unterwegs zu sein, ist in Motorradgruppen oftmals ein gewisser Herdentrieb nicht von der Hand zu weisen. Gerade wenn es um das Thema „Überholen“ geht.

Tritt also der Fall ein, dass die Gruppe einen anderen Verkehrsteilnehmer überholen muss, sollte selbstverständlich nacheinander überholt werden. Hat der Vordermann seinen Überholvorgang eingeleitet oder auch bereits beendet, gilt es für den Hinterherfahrenden Ruhe, Geduld und Besonnenheit zu wahren. Überholen Sie erst, wenn es auch wirklich sicher möglich ist. Von einem vorschnellen Hinterhereilen ist abzuraten. Oftmals ist es jedoch so, dass der Hintermann direkt mitzieht. Damit sollte der Vorausfahrende auch unbedingt rechnen. Deshalb ist es als Vorausfahrender wichtig, nach dem Überholvorgang direkt in den rechten Teil der Fahrspur einzuscheren, also weit nach rechts zu fahren (siehe Abb. oben).

Der Grund für diese Vorgehensweise in der Gruppe ist einfach: Sollte der ebenfalls überholende Hintermann die Situation falsch eingeschätzt haben und der Gegenverkehr schneller da sein als gedacht, gibt man ihm genug Freiraum, eher wieder einscheren zu können. Solche Überholvorgänge sollten natürlich nicht zum Regelfall werden. Wohl aber das Verhalten des Vorausfahrenden, nach dem Überholvorgang in der Fahrspur weit rechts zu fahren. Denn hierdurch kann das mögliche Fehlverhalten des Hintermanns kompensiert und eine mögliche Gefahr für ihn und den Gegenverkehr vermieden werden.

Dieses Verhalten sollte generell von jedem Gruppenmitglied beibehalten werden. Hat ihr Hintermann seinen Überholvorgang sicher beendet (und fährt entsprechend in der Fahrspur rechts), nehmen Sie ihre Position in der versetzten Formation wieder ein. Ebenso wichtig ist es, dass der Vorausfahrende nach dem Überholen mit unverminderter Geschwindigkeit weiterfährt. Allzu oft ist zu beobachten, dass manche Fahrer direkt nach dem Überholvorgang Gas rausnehmen und die sich auftuende Lücke zum überholten Fahrzeug dadurch wieder schließen, so dass die nachfolgenden Gruppenmitglieder keine Chance mehr zum Einscheren erhalten.

Eine Gute Fahrt & schönes Wochenende!

Ihr ifz-Team

Rechts wie links?

In unserem letzten WochenendCheck haben wir in die Runde gefragt, welche Kurvenrichtung Sie im Allgemeinen lieber fahren. Links oder rechts herum? Die Auswertung der Antworten zeigt auf, dass die Mehrheit der Umfrageteilnehmer die Rechtskurve vorzieht. Etwas weniger sind es, die das Kurvenfahren nach links bevorzugen.
Der Unfallstatistik und entsprechenden Studien zufolge sind es die Linkskurven, die für Motorradfahrer im Verkehrsalltag riskanter werden können. Ursache: Viele Fahrer haben verinnerlicht, zu früh in Richtung Kurveninnenseite einzulenken. Oftmals kommt es nahe der Mittellinie dabei zu Zusammenstößen mit dem Gegenverkehr. Aber auch Ausweich- und Bremsmanöver in solchen Situationen sind häufig die Umstände, die zum Sturz führen.
 Tipp:  Halten Sie in Linkskurven genügend Abstand zur Mittellinie. Rechnen Sie mit entgegenkommenden Fahrzeugen und achten Sie darauf, dass Ihr Oberkörper nicht in die Gegenfahrbahn ragt. Eine sichere Fahrlinie bietet das so genannte „Hinterschneiden“ von Kurven. Die Kurve wird dabei außen angefahren, wo man auch so lange wie möglich verbleibt.
Wer hierzu mehr erfahren möchte, kann sich  hier  unseren Film „Die Kurve richtig kriegen“ ansehen.

Xenia, alias Riley lädt zum Fahrzeug-Check ein

In den USA sorgte Sturmtief Riley für ordentlich Schnee und Regen. Bei uns angekommen, lenkt es subtropische Warmluft zu uns. Riley heißt das Sturmtief übrigens nur bei den Amerikanern, für den mitteleuropäischen Raum wurde es Xenia getauft. Die Temperaturen sollen also – dank Xenia – deutschlandweit milder werden. Und das ist es, worauf wir gewartet haben. Leider trüben laut Angaben des Deutschen Wetterdienstes dichte Wolken und weitere Regenfälle vielerorts das „warme Vergnügen“.

Eine gute Gelegenheit den Frühjahrs-Check durchzuführen. Zentrale Infos zum Saisonstart bietet das ifz im Frühlings-Special sowie in seiner passenden Frühjahrs-Checkliste, die insbesondere beim Sicherheits- und Funktionscheck der Maschine hilfreich ist.

Übrigens, wer es bislang gerne vor sich her geschoben oder sich gerade eine neue Maschine zugelegt hat: Alle einstellbaren Bedienhebel und Pedale sollten an die Sitzposition angepasst werden. Sichere und schnelle Reaktionen gelingen besser, wenn die Ergonomie der Bedienungselemente stimmt.

 
Die Weitenverstellung des Bremshebels funktioniert oft per Einstellrad (rechts, Mitte). Entfernung so einstellen, dass alle Finger zupacken.
 
„Zwei-Finger-Bremser“ benötigen meist eine größere Reichweite, damit die Finger, die den Lenker umfassen, nicht eingeklemmt werden.
 
Das Bremspedal sollte so tief justiert werden, dass der Fuß des Fahrers locker darüber ruht und er bei Bedarf sofort zutreten kann.
 
Bei ausgestreckter Hand zu Brems- und Kupplungshebel sollten Unterarm, Handfläche und Finger des Fahrers eine gerade Linie bilden.
Das Bildmaterial stammt aus der Broschüre
„MOTORRAD FAHREN gut und sicher“.
 
Eine Gute Fahrt & schönes Wochenende!

Ihr ifz-Team

Mopped-Wortschatz Lektion 4

Wie heißt es so schön: „Eine Investition in Wissen bringt noch immer die besten Zinsen“. Aus diesem Grund ist es Zeit für eine weitere Ausgabe des Mopped-Wortschatzes. Wie bereits in den ersten drei Lektionen, bringen wir wieder einige Begrifflichkeiten aus der Motorrad-Fachwelt auf den Punkt.

BLIPPER

Viele kennen die technische Möglichkeit, die Gänge beim Motorradfahren hochzuschalten, ohne dabei zu kuppeln. Andersherum geht das auch, und zwar mit dem Blipper. Dieser übernimmt das Runterschalten ohne Kupplungsbetätigung. Neben einer verkürzten Schaltzeit bleiben die Hände für maximale Kontrolle also immer fest am Lenker. Der Blipper gibt für eine reibungslose Synchronisation automatisch Zwischengas.

OTOPLASTIK

Wir sind beim Thema „Gehörschutz“: Otoplastiken sind individuelle Gehörschützer zum Einsetzen in das Ohr (von griech. otós = Ohr und plastein = formen, gestalten). Diese maßgefertigten Gehörschützer stellen einen 1:1-Abdruck des eigenen Gehörganges dar und werden vom Hörgeräteakustiker angefertigt. Die Vorteile dieser etwas teureren Variante liegen im besseren Handling (leichteres Einsetzen) sowie im Tragekomfort, da es sich um Maßanfertigungen handelt.

SILICA

Es geht um „Motorradreifen“:  Bei deren Herstellung werden dem Kautschuk weitere Zusätze wie Ruß und Silica beigemischt, um die Konsistenz des Reifens zu bewahren. Früher wurde nur Ruß eingesetzt, der dem Reifen seine typische schwarze Farbe verleiht. Heute wird vermehrt Silica statt Ruß genutzt. Dadurch ergibt sich eine höhere Laufleistung des Reifens, ein geringerer Rollwiderstand und ein besseres Nässeverhalten.

eCALL

eCall steht als Abkürzung von „emergency call“ (Notruf) für ein satellitengestütztes, automatisches Notrufsystem für Kraftfahrzeuge. Im Fahrzeug installierte Geräte sollen einen Verkehrsunfall automatisch an die einheitliche europäische Notrufnummer 112 melden und dadurch die Rettungsmaßnahmen beschleunigen.

TOURGUIDE

Bei der „Gruppenfahrt“: Der Fahrer, der vorausfährt und die Gruppe quasi „anführt“, wird Tourguide genannt. Unabhängig von der Intention der Gruppenfahrt sollte der Tourguide stets ein erfahrener und besonnener Motorradfahrer sein, der die Gruppe nicht nur navigiert, sondern darüber hinaus, auch unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Leistungsniveaus, zusammenhält.

Eine Gute Fahrt

Ihr ifz-Team

Mehr als ein Muss: Erste Hilfe

Für die meisten Verkehrsteilnehmer liegt der letzte Erste-Hilfe-Kurs weit in der Vergangenheit. Dabei sollte man stets in dem Bewusstsein leben, dass man jederzeit in die Situation geraten kann, Verletzten helfen zu wollen und auch helfen zu müssen. Denn zur Ersten Hilfe ist man verpflichtet. Viele haben große Angst, dabei möglicherweise etwas falsch zu machen. Der größte Fehler ist es jedoch, gar nicht zu helfen.

Für eine kleine Auffrischung des Erste-Hilfe-Wissens können unser Film und unsere Broschüre zu dieser Thematik wichtige Dienste leisten. Ein Erste-Hilfe-Kurs kann damit natürlich nicht ersetzt werden.

Ganz besonders beliebt, das praktische Schema „Die wichtigsten  Schritte der Ersten Hilfe“, anhand dessen man seine eigenen Kenntnisse auf den Prüfstand stellen kann.

Zur vergrößerten Ansicht bitte auf das Bild klicken:

Eine Gute Fahrt & schönes Wochenende!

Ihr ifz-Team

Ein schönes Faschingswochenende

Wir wünschen allen Kunden, Freunden und Bekannten ein tolles Faschingswochenende. Passt bitte auf euren Führerschein auf und last das Auto stehen!!!

Motorradhandschuhe und Griffheizung

Motorradhandschuhe und Griffheizung
Motorradhandschuhe gehören auf dem motorisierten Zweirad bei jeder Fahrt und bei jedem Wetter dazu. Auch die Hartgesottenen, die sich das Motorradfahren nicht von Minusgraden nehmen lassen, werden bei der derzeitigen Witterung die Vorzüge guter Motorradhandschuhe zu schätzen wissen. Zu den längst etablierten Standards gehören bei den Handschuhen diverse Membranen, die Handschuhe ganzjahrestauglich machen und in Kombination mit zusätzlichen Isolationsschichten vor Kälte schützen. Eine zusätzliche Möglichkeit, sowohl den Komfort, als auch die aktive Sicherheit zu erhöhen, stellt die Griffheizung dar, die Motorradhandschuhe natürlich nicht ersetzt.
Mit beidem ausgestattet unterwegs, ist es bei Regen wichtig, Folgendes zu wissen:

Vorweg: Die Membran transportiert beim Handschuh die Feuchtigkeit von innen nach außen. Für das Funktionieren der Membran ist ein Temperaturgefälle notwendig (innen warm, außen kalt). Wird durch die Griffheizung dieses Temperaturgefälle umgekehrt, kehrt auch der Feuchtigkeitstransport um. Feuchtigkeit kann nun in das Handschuhinnere eindringen. Feuchte Finger sind nicht nur unangenehm, sondern beeinträchtigen durch schnelleres Auskühlen auch die wichtige Reaktionsfähigkeit negativ. Von daher kann es ratsam sein, im Fall von Membranhandschuhen die Griffheizung bei Regenfahrten abzustellen bzw. runterzuregeln.

Eine Gute Fahrt & schönes Wochenende!
Ihr ifz-Team

Termine Motorrad-Sicherheitstraining sind Online

Auch dieses Jahr haben wir für euch viele Termine von April bis Mai an denen ihr euch euer Sicherheitstraining aussuchen könnt. Unsere Trainings sind für Jedermann und bilden den richtigen Einstieg in eine unfallfreie Motorradsaison. Anmelden und mitmachen! Wir freuen uns auf euch!!!

Warum versetzt?

Wir sind beim Thema „Gruppenfahrt“, es wird versetzt gefahren. Beim versetzten Fahren reihen sich alle Gruppenmitglieder abwechselnd links und rechts innerhalb der Fahrspur auf, ohne dabei zu nah am Straßenrand oder in der Straßenmitte zu fahren. Aber warum eigentlich?

Die meisten verbinden mit dem versetzten Fahren den Vorteil der besseren Sicht nach vorn, was auch völlig richtig ist. Somit wird jedem Gruppenmitglied eine vorausschauendere Fahrweise ermöglicht, auch der Straßenzustand und –verlauf kann so zeitiger erkannt werden.

Das versetzte Fahren verschafft aber noch einen weiteren Vorteil. Bei einem Bremsmanöver steht jedem Fahrer wesentlich mehr Platz nach vorn (und hinten) zur Verfügung.

Klar, dass auch beim versetzten Fahren ein ausreichend großer Sicherheitsabstand zwischen den Gruppenmitgliedern gewählt werden muss. Irrtümlich sind hier viele der Meinung, dass durch das versetzte Fahren der erforderliche Sicherheitsabstand zum Vorausfahrenden verringert werden kann, weshalb sie sich am übernächsten „Vordermann“ orientieren. Dies ist nicht der Fall. Ausschließlich der unmittelbar Vorfahrende ist für den Abstand ausschlaggebend.

Eine Gute Fahrt & schönes Wochenende!

Ihr ifz-Team

Übrigens: Wir danken an diese Stelle all den Lesern, die uns mit tollem Feedback versorgen und uns mit ihrem Lob, ihren Anregungen und Fragen weiterhin motivieren und damit neuen Input für weitere Ausgaben liefern.

Aktive Sicherheit: Fitness to „ride“!

Etwas, das bei allem Fokus auf Pflege und Zustand des Motorrades nicht außer Acht gelassen werden darf, ist die „obere Hälfte“, sprich Fahrerin oder Fahrer selbst. Wie das Motorrad oder der Roller sollte auch der Pilot  bestmöglich „in Schuss“ sein. Und das nicht zuletzt aus Gründen der eigenen Sicherheit auf zwei Rädern, denn ein trainierter Körper kann schneller reagieren, hält länger durch, bleibt entspannter und aufmerksamer. Alles in Allem ein großes Sicherheitsplus!

Sport gehört für viele zum Leben dazu, andere wiederum können sich einfach nicht aufraffen. Eher aufwendigere Trainingsvarianten stellen Anmeldungen im Fitnessstudio dar (Viele enden hier als „Karteileiche“). Klassiker sind Schwimmen, Joggen und Radfahren. Was aber jeder in seinen Alltag einbauen sollte, sind die kleinen Übungen zwischendurch, denn eigentlich hat man sein Fitnessstudio immer bei sich und kann jederzeit loslegen. Das Stichwort lautet „Körpergewichtstraining“. Altbekannte Übungen vom Liegestütz über Sit-Ups bis zur Kniebeuge bieten, individuell modifiziert, für jeden die passenden Übungen und Schwierigkeitsgrade, die sich fast überall umsetzen lassen und wenig Zeit benötigen. Auch abends auf oder neben dem Sofa sind zahlreiche Übungen zum Thema Körpergewichts- oder auch Sofatraining im Netz zu finden. Einfach mal „googlen“! Wie in jedem guten Fitnessstudio auch hier der Rat: Langsam einsteigen und langsam steigern!
Kein Aufschieben mehr! Es kann jetzt sofort losgehen!

Eine Gute Fahrt & schönes Wochenende!

Ihr ifz-Team

Kleine Helmkunde: Duroplast und Thermoplast

Im Fall eines Aufpralls verteilt die Helmaußenschale die Aufschlagsenergie auf eine möglichst große Fläche. Als zentraler Teil des gesamten Schutzsystems „Helm“ dient sie auch dazu, die Innenschale gegen Durchdringung, Abrieb und Wettereinflüsse zu schützen. Die äußeren Schalen von Motorradhelmen werden hauptsächlich aus duroplastischen und thermoplastischen Kunststoffen hergestellt. Doch was steht hinter diesen beiden Begriffen, deren Erklärung vielleicht beim nächsten Helmkauf hilfreich sein kann?

Duroplast-Helme
Bei der Herstellung von Duroplast-Helmschalen werden unter Zugabe von Harz und Härter mehrere Schichten von Glas- und Kohlefasermatten übereinander laminiert und verklebt, um eine hohe Stabilität, kombiniert mit größtmöglicher Flexibilität, zu erreichen. Dieser Verbund wird überwiegend in Handarbeit hergestellt. Die Oberfläche der Verbundwerkstoffe hält große Belastungen aus und weist eine hohe Beständigkeit gegenüber UV-Strahlung und Lösungsmitteln auf. In der Fertigung verwendete Materialien sind z. B. Aramidfaser (Handelsbezeichnung Kevlar, Twaron, Technora), Glasfaser (Handelsbezeichnung Fiberglass) und Kohlefaser (Handelsbezeichnung Carbon, Tenax).

Thermoplast-Helme
Bei der Fertigung dieser Helmaußenschale wird unter großer Hitze- und Druckeinwirkung Kunststoffgranulat in eine Form gespritzt. Damit sind Helme aus thermoplastischen Stoffen einfacher/schneller zu produzieren. Unlackiert reagieren diese Kunststoffe empfindlicher auf UV-Strahlung, wogegen jedoch in der Regel UV- und lösemittelbeständige Lacke aufgetragen werden. Für Thermoplast-Helme gibt es verschiedene Grundmaterialien, z. B. Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS) und Polycarbonat (PC).

Eine Gute Fahrt & schönes Wochenende!

Ihr ifz-Team

Mit allen Wassern gewaschen!

Der Saisonstart 2018 rückt allmählich näher. Es ist aber noch genug Zeit, um der Fahrer- und auch Beifahrerausstattung einen Blick zu gönnen. Oder sogar mehr als das. Es darf gewaschen, geölt, repariert und imprägniert werden.

Wie lange Motorradbekleidung durchhält, hängt nämlich auch davon ab, wie mit ihr umgegangen wird. Egal ob Leder, Textil oder ein Mix aus beiden: Achten Sie zunächst auf das eingenähte Etikett mit den Pflegehinweisen!

Textilbekleidung kann in den meisten Fällen gewaschen werden (Maschine oder Handwäsche). Vorher bitte integrierte Protektoren herausnehmen. Starke Verschmutzungen gegebenenfalls vorbehandeln. Das Klarspülen hinterher muss gründlich ausfallen, um Waschmittelrückstände zu vermeiden. Daher ist weniger Waschmittel mehr. Gerne darf auch zwei Mal ausgespült werden. WICHTIG: Verwenden Sie keine Weichspüler!

Damit Ihre Bekleidung schmutz- und wasserabweisend bleibt, sollten Sie Ihre Textilbekleidung nach jeder Wäsche, so wie nach mehreren Regenfahrten auch, imprägnieren, um den natürlichen Abperleffekt des Oberstoffes wiederherzustellen. Nach dem Aufsprühen empfiehlt es sich, mittels Wärme (z.B. Bügeln (ohne Dampf), fönen oder auch im Trockner bei geringer Temperatur) den Imprägniereffekt zu aktivieren.

Die beinahe gleiche Vorgehensweise empfiehlt sich auch bei Motorradbekleidung aus einem Leder-Textil-Mix. Die Wärmebehandlung nach dem Imprägnieren (Einsprühen) ist hier jedoch nicht angesagt. Die Lederbereiche können mit speziellen Lederpflegemitteln behandelt werden.

Komplette Lederbekleidung hat in der Waschmaschine eher nichts zu suchen, eine Handwäsche mit lauwarmem Wasser ist aber möglich. Das Trocknen bitte nicht mit Wärmequellen beschleunigen (auch nicht in der Sonne), einfach bei Raumtemperatur trocknen lassen. Lösungsmittel und andere aggressive Reiniger sind tabu. Wie oben bereits beschrieben, kann mit Lederpflegemitteln der Alterung des Leders entgegen gewirkt und seine Widerstandskraft gestärkt werden. Direkt nach dem Reinigen sollte das noch feuchte Leder mit Lederpflege-Öl versehen und damit „genährt“ werden. Fett hingegen dient eher zusätzlich als Wasserabweiser für bereits „genährtes“ Leder. Bei der Wahl der Mittel bitte auf die Art des Leders achten (hydrophobiert) und geeignete Öle/Fette verwenden.

Einige Hersteller haben auf ihren Webseiten passende Pflegetipps zusammengestellt, die weiterhelfen. Hier einfach mal reinschauen.

Sollten Reparaturen anstehen, wie etwa ausgerissene Druckknöpfe oder Risse im Material, ist es am sinnvollsten, den Hersteller anzusprechen, um gegen kleines Geld professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Übrigens, Reißverschlüsse werden wieder leichtgängig, wenn man sie gelegentlich „schmiert“. Neben speziellen Pflegemitteln aus dem Fachhandel ist hier auch Maschinenöl einsetzbar.

Eine Gute Fahrt & schönes Wochenende!

Ihr ifz-Team

Frohe Weihnachten und alles Gute für das Neue Jahr!

Es ist besser, ein kleines Licht zu entzünden, als über große Dunkelheit zu fluchen (Konfuzius)

…und plötzlich ist sie da, die Weihnachtszeit. Ganz heimlich hat sich die Jahresuhr weiter gedreht – und – obwohl sich die Anzahl der Tage pro Jahr nicht ändert, scheint es doch, als ob die Zeit immer schneller verrinnt.

Den bevorstehenden Jahreswechsel möchten wir, das Team der Fahrschule Gerhard Weber, zum Anlass nehmen und uns bei allen Kunden, Freunden und Bekannten, herzlich für die angenehme und vertrauensvolle Zusammenarbeit zu bedanken.

Euch und Euren Lieben wüschen wir ein wundervolles Weihnachtsfest mit viel Zeit und Freude zum Schmieden bzw. Umsetzen Eurer Pläne für das neue Jahr. Gesundheit, Kraft und Freude sollen im kommenden Jahr Euer Begleiter sein.

Mit weihnachtlichen Grüßen,

 

das Team der Fahrschule Gerhard Weber

Träumen und planen

Motorradwetter ist das da draußen für die meisten von uns derzeit sicherlich nicht. Was aber hält uns davon ab, bereits jetzt gedanklich die nächste Motorradsaison anzugehen und von der nächsten Tour zu träumen? Viel zu häufig schiebt man derlei Gedanken und Vorhaben auf die lange Bank um dann festzustellen, dass das (neue) Jahr schon weit fortgeschritten ist, Planungen für den Motorradurlaub, die Gruppentour übers Wochenende zu spät angegangen wurden, Unterkünfte an den Ausfahrt-Wochenenden knapp oder sämtliche Motorradtrainings an den gewünschten Tagen ausgebucht sind.

Wer frühzeitig an seine Motorrad-Events 2018 denkt, verschafft sich nicht nur schöne Gedanken in (meteorologisch) tristen Wochen, sondern spart sich zudem noch unnötigen Stress in der kommenden Saison.

Gerade was geplante Ausfahrten oder Urlaube mit Gleichgesinnten betrifft oder das langgehegte Vorhaben, gemeinsam ein Motorradtraining endlich anzugehen, ist jetzt die richtige Zeit, die Terminkalender miteinander abzustimmen und Wunschtermine zu blocken. Unterkünfte für Ausfahrten können bereits jetzt für 2018 reserviert werden und die Anbieter von Motorradtrainings haben bereits die ersten Termine für das neue Jahr auf unserem Trainingsterminportal veröffentlicht. Viele weitere Termine werden folgen.

Wir wünschen viel Vorfreude und gutes Gelingen bei den Vorbereitungen auf die Motorradsaison 2018 sowie eine Gute Fahrt & schönes Wochenende!

Ihr ifz-Team

MOTORRAD: Aber sicher!

Wer kennt sie nicht, die Kommunikationsplattform für Motorradfahrer „VivaLaMopped“. Diese bietet das perfekte Forum für die Online-Motorradsicherheitskampagne „MOTORRAD: Aber sicher!“, initiiert vom Industrie-Verband Motorrad (IVM) in Kooperation mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Auch das ifz ist mit von der Partie.

Lehrfilme: Motorrad-Assistenzsysteme
Die Lehrfilmreihe über Motorrad-Assistenzsysteme veranschaulicht Motorradfahrern, Wiedereinsteigern und Anfängern verschiedene Helfer in 12 Filmen.

Das Online-Magazin
In 10 Folgen geht es um vieles, was Motorradfahren noch schöner und sicherer macht. Auf äußerst unterhaltsame Art und Weise vermittelt Jens Kuck auch in dieser Web-Serie wertvolle Tipps und Infos rund um das Motorrad.

Das nasskalte Winterwetter beschert in dieser motorradfreien Zeit sicherlich eine gute Gelegenheit, das Thema „Motorrad“ gemütlich auf dem Sofa weiter zu vertiefen:
 Hier geht´s los! 

Eine Gute Fahrt & schönes Wochenende!

Ihr ifz-Team

Winteranfang, Winterschlaf, Winterreifen

Heute ist meteorologischer Winteranfang. 90 Tage gilt es zu überbrücken – so lange dauert der Winter auf der Nordhalbkugel. Während Wintersportler ihre Ausrüstung klar machen, denken die meisten Motorradfahrer eher ans „Einmotten“. Der Großteil der Motorräder in Deutschland steht während der kalten Monate nämlich still und befindet sich im Winterschlaf. Doch es gibt auch Motorradfahrer, die in den kalten Monaten des Jahres weiterhin auf zwei Rädern unterwegs sind.

Ob aktiv oder passiv, wir liefern die passenden winterlichen Informationen für beide Varianten im aktuellen Winter-Special unter www.ifz.de.

Übrigens an dieser Stelle noch einmal: Es gibt keine Winterreifenpflicht für Motorräder (mehr). Die 52. Verordnung zur Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften sieht vor, dass einspurige Kraftfahrzeuge (vom Leichtmofa bis zum Motorrad) von der Winterreifenpflicht ausgenommen sind. Eine Winterreifenpflicht für Motorräder existierte in Deutschland lediglich im Zeitraum zwischen dem 4. Dezember 2010 und dem 31. Mai 2017.

Eine Gute Fahrt & schönes Wochenende!

Ihr ifz-Team

Mopped-Wortschatz Lektion 3

„Man muss viel gelernt haben, um über das, was man nicht weiß, fragen zu können“, so schrieb einst der Pädagoge Jean-Jacques Rousseau. Für solchermaßen noch offene Fragen und Diskussionspunkte im Rahmen des Themas „Motorrad“ möchten wir auch im dritten Teil der Wortschatz-Reihe wieder einige Begrifflichkeiten aus der Welt des Zweirades kurz erläutern.

SHT
Kürzel für Sicherheitstraining.

Lenkimpuls – Gegenlenken
Vorweg sei angemerkt, dass viele Motorradfahrer glauben, dass Sie durch Gewichtsverlagerung die Richtung ändern. Diese wirkt beim Einleiten einer Kurve aber lediglich unterstützend. Ausschlaggebend ist der Lenkimpuls, also der Einsatz am Lenker. Dabei verhält es sich so, dass wir beim Einleiten einer Kurvenfahrt zunächst – wenn oftmals auch unbewusst und intuitiv – in die Gegenrichtung lenken (Gegenlenken). Lenkt man nach links, kippt und steuert das Motorrad nach rechts und umgekehrt. Die Faustformel lautet: Rechts drücken, rechts fahren. Links drücken, links fahren. Dies bewusst eingesetzt ist sehr hilfreich: Je größer und schneller der Lenkimpuls gegen die Kurvenrichtung ausgeführt wird, desto abrupter „klappt“ die Maschine in die gewünschte Schräglage. Während der Ausübung des Lenkimpulses sind die Lenkwinkel so gering, dass man sie mit dem Auge kaum wahrnehmen kann.

FAS
Kürzel für Fahrer-Assistenzsystem. Das ifz hat diesen Begriff im Jahr 2010 speziell für „Fahrer-Assistenzsysteme an motorisierten Zweirädern“ definiert. „FAS-M“!
(zur ifz-Studie)

Scheitelpunkt  (beim Durchfahren von Kurven)
Ist der Punkt bei einer Kurvenfahrt, an dem wir den geringsten Abstand zur Kurveninnenseite haben, dem Kurveninneren also am nahesten sind.

DOT-Nummer
Diese Nummer findet man auf den Reifen. Die auf einer der Reifenflanken angegebene Identifikationsnummer verrät u.a. das Herstellungsdatum des Reifens (hier die letzten vier Ziffern, separat gefasst: Die ersten beiden Ziffern geben die Produktionswoche und die folgenden das Produktionsjahr an). DOT steht für Department of Transportation (Verkehrsministerium der Vereinigten Staaten).

Eine Gute Fahrt & schönes Wochenende!

Ihr ifz-Team

Batteriepflege

Auch die Ganzjahresfahrer müssen, vor allem bei sehr niedrigen Temperaturen, ihre Batterie kontinuierlich im Auge behalten. Und wer sein Motorrad im Winter nicht bewegt, sollte sich beizeiten um die Batterie kümmern. Letztendlich hängt es vom Standort, vom jeweiligen Motorrad und vom Batterietyp ab, wie über den Winter vorzugehen ist.

„Draußenparker“ sollten die Batterie auf jeden Fall ausbauen, an einem frostsicheren, kühlen (ca. 10°C) und trockenen Ort lagern und auch dort die Wartung vornehmen. Steht das Motorrad entsprechend geschützt, kann sie an Ort und Stelle verbleiben. Vergewissern Sie sich, dass keine zyklischen Verbraucher (z. B. Uhr, Alarmanlage) angeschlossen sind. Ansonsten sollten Sie zumindest die Batteriekabel abschrauben (Minuspol zuerst). Aber egal, ob über den Winter ein- oder ausgebaut: es ist ratsam, etwa einmal im Monat so genannte „Erhaltungsladungen“ durchzuführen. Achten Sie darauf, dass Batterie und Ladegerät „sich vertragen“ und was beim Laden genau zu beachten ist. Als optimal gilt das Anschließen der Batterie an selbstregelnde Ladegeräte, die permanent arbeiten, einen alltäglichen Betrieb quasi simulieren.

Sollte die Batterie nicht wartungsfrei sein, prüfen Sie Säurestand und füllen diesen wieder auf, falls notwendig. Dies aber erst nach dem Laden. Und weil wir gerade dabei sind, achten Sie insbesondere bei der Wiederinbetriebnahme der Batterie darauf, dass die Batteriepole nicht korrodiert sind. Gegebenenfalls Pole säubern und nach dem Einbau der Batterie mit Polfett einfetten. Je nach Modell, Baujahr und technischer Ausstattung Ihres Motorrades, sind nach dem Wiederanschließen der Batterie im Frühling eventuell technische Neueinstellungen notwendig. Keine Angst, wichtige Daten, wie etwa der Fehlerspeicher, sind in der Regel spannungsunabhängig. Aber auch hier lohnt der Blick in die Bedienungsanleitung oder die Frage an den Fachhändler.

Ein detailliertes Batterie-Special gibt es hier.

Eine Gute Fahrt & schönes Wochenende!

Ihr ifz-Team

Stillgestanden!

Die meisten Motorräder in Deutschland stehen während der kalten Monate still. In dieser „Winterstarre“ werden die Reifen einseitig belastet. Es kann zu einer Verformung des Reifens kommen. Um dem vorzubeugen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, damit die Reifen Ihres Motorrades auch zu Beginn der nächsten Saison weiterhin rund laufen.

Im Optimalfall stellen Sie Ihr Motorrad so ab, dass beide Räder entlastet sind (kein Bodenkontakt). Fahrzeuge mit Hauptständer sind dabei klar im Vorteil. Damit beide Räder „in der Luft“ bleiben, kann unterstützend ein Holzblock, eine Wasserkiste etc. zum Fixieren genutzt werden. Ohne Hauptständer bieten sich spezielle Montageständer aus dem Fachhandel an. Eigenkonstruktionen, zum Beispiel mit Getränkekisten, können auch funktionieren. Hier aber bitte aufpassen, dass dabei keine Schäden hervorgerufen werden, außerdem kann es kippelig werden, gehen Sie entsprechend vorsichtig vor.

Es geht aber auch anders. Wer einem möglichen Standplatten nicht durch Aufbocken entgegenwirken kann oder möchte, sollte auf jeden Fall den Reifenfülldruck erhöhen, höchstens aber bis zum maximal zulässigen Fülldruck (siehe Herstellerangabe). Ebenso empfiehlt es sich, das Motorrad zu entlasten, so z.B. auch Koffer etc. abzubauen. Etwa einmal im Monat ist eine Lageänderung durch ein Weiterdrehen der Reifen sinnvoll. Markieren Sie diese „Dreh-Termine“ im Kalender, um sie nicht zu vergessen. Auch Erinnerungsfunktionen Ihres Smartphones können hier hilfreich sein.

Bitte vor der ersten Fahrt darauf achten, dass der empfohlene Fahr- Fülldruck wieder hergestellt ist! Spätestens jetzt sollten Sie die Reifen auf etwaige Beschädigungen prüfen, sofern Sie diesen Schritt nicht bereits beim „Einmotten“ durchgeführt haben.

Eine Gute Fahrt & schönes Wochenende!

Ihr ifz-Team

Warm und sicher

Neulich im Herbst: Es ging bei schönstem Sonnenschein mit dem Motorrad los. Doch sobald die wärmenden Sonnenstrahlen verschwunden waren, wurde es schlagartig kalt …

Und wenn man eines auf dem Motorrad gar nicht mag, dann Kälte. Denn neben dem Fahrvergnügen geht uns beim Frieren die Konzentrationsfähigkeit verloren. Auch klamme Finger und Eis-Füße lassen unsere Reaktionsfähigkeit schnell auf den Nullpunkt sinken. Denken Sie also schon vor der Fahrt daran, dass es im Laufe des Tages schnell kälter werden kann.

Wichtig ist es, die Körpertemperatur immer auf einem angenehmen Niveau zu halten, also auch nicht zu warm. Denn wer ins Schwitzen gerät, kühlt schneller aus, da Feuchtigkeit die Temperatur um ein Vielfaches besser leitet als Luft.

Die passende Motorradbekleidung schafft Abhilfe bei der „Klimaproblematik“. Funktionsbekleidung mit herausnehmbarem Thermofutter kann bei diesen Witterungsverhältnissen ebenso hilfreich sein, wie über dem Motorradanzug getragene Thermobekleidung. Beide Varianten lassen sich unterwegs bei einem Tank- oder Raststopp schnell an- oder ausziehen. Spezielle Motorradsocken, Unterzieher für Handschuhe, Sturmhauben, Hals- und Kniewärmer sind weitere sinnvolle Komponenten, um der Witterung zu trotzen und stets für maximalen Komfort zu sorgen.

Wer sich nach dem „Zwiebelprinzip“ in mehrere Bekleidungsschichten hüllt, sollte darauf achten, dass die Beweglichkeit auf dem Motorrad erhalten bleibt.

Eine Gute Fahrt & schönes Wochenende!

Ihr ifz-Team

Durchblick

Der Herbst ist die Jahreszeit, die Verkehrsteilnehmern zuverlässig vor Augen führt, wie wertvoll eine klare Sicht ist. Das gilt für uns Motorrad- und Rollerfahrer aufgrund der Besonderheit, mit Helm, Visier und Brille unterwegs zu sein, in besonderem Maße.

Hohe Luftfeuchtigkeit, wechselnde Witterung und Temperaturen bedingen oftmals beschlagene Visiere. Zudem erschweren die immer früher einsetzende Dämmerung und Niederschlag die freie Sicht. Empfehlenswert ist es, dem vorzubeugen oder sich so auszustatten, dass man in diesem Fall schnell reagieren kann, z.B. mit wirkungsvollen Anti-Beschlagsprays.

Gegen Dunkelheit, Nebel und Regen sind die Mittel, prophylaktisch etwas zu unternehmen, bekanntermaßen begrenzt. Neben einer intakten Lichtanlage sind bei der Wahl von Helm und Bekleidung auffällige Farben und reflektierende Materialien zu empfehlen, um besser erkannt zu werden. Um die Sicht bei Regen zu verbessern, empfehlen sich so genannte „Visierwischer“, falls Ihr Motorradhandschuh nicht ohnehin bereits mit diesem „Scheibenwischer am Zeigefinger“ ausgestattet ist.

Um dem Beschlagen zu trotzen, gibt es im Fachhandel Helme mit Beschlag hemmend beschichteten oder doppelwandigen (Pinlock) Visieren. Übrigens: Die meisten Helme können mit einem solchen Visier auch nachgerüstet werden.

Gute Fahrt & schönes Wochenende!

Ihr ifz-Team

ifz-Forschung für den Alltag: Bremsen oder Ausweichen?

Nicht einmal zwei Sekunden bleiben Motorrad- und Rollerfahrern im Falle eines Zusammenstroßes von der Reaktion bis zur Kollision, dies belegen Unfallstudien. Daher ist in prekären Situationen im Verkehrsgeschehen – ein von rechts kommender Pkw nimmt beispielsweise die Vorfahrt – schnelles und effektives Handeln gefragt. Doch welches? Ist ein gekonntes Ausweichmanöver die erste Wahl oder scheint es sinnvoller, seinen Bremsen alles abzuverlangen. Wofür brauche ich eigentlich mehr Strecke?

Um hierzu eine repräsentative Aussage treffen zu können, hat das ifz in seiner aktuellen Studie Fahrversuche mit über 100 Teilnehmern durchgeführt.

Anhand der Ergebnisse können unter anderem konkrete Aussagen darüber getroffen werden, welches Fahrmanöver bei welcher Geschwindigkeit mehr Strecke benötigt.

Ein zentrales Ergebnis der Studie:

Bis zu einer Geschwindigkeit von 100 km/h benötigen die Teilnehmer bei einer Vollbremsung im Durchschnitt kürzere Wege als beim Ausweichvorgang von 3,5 m zur Seite.

Weitere Ergebnisse und Details können hier eingesehen werden.

Eine Gute Fahrt & schönes Wochenende!

Ihr ifz-Team

Mopped-Wortschatz Lektion 2

Manchmal ist der Zug eben abgefahren: Die Fachpresse oder auch Kollegen am Motorradtreff hantieren mit Begriffen aus der Welt des motorisierten Zweirades. Für ein Nachfragen, worum es sich bei dem einen oder anderen Fachausruck handelt, ist es zu spät bzw. man möchte sich nicht die Blöße geben. Für diejenigen, die doch noch schnell auf den fahrenden Zug aufspringen möchten, liefern wir heute den zweiten Teil der Wortschatz-Reihe:

Dynamische Radlastveränderung
Als Radlast bezeichnet man den Anteil des Gesamtgewichtes eines Fahrzeugs, der auf ein einzelnes Rad entfällt. Bei starkem Bremsen/Verzögern verändert sich die Verteilung der Radlast (Vorder- und Hinterrad). Mit zunehmender Verzögerung verlagert sie sich größtenteils und zunehmend auf das Vorderrad – das Gewicht „drückt“ entsprechend nach vorn. Somit wird jetzt über das Vorderrad der Großteil der Bremskraft auf die Fahrbahn übertragen. Das Hinterrad ist dementsprechend entlastet.

Blickführung
Wie heißt es so schön: Wo wir hinschauen, dort fahren wir auch hin. In der Regel hilft es, weit voraus zu schauen und den Blick immer dorthin zu richten, wohin man fahren möchte. Dies gilt insbesondere beim Durchfahren von Kurven. Hier sollte der Blick Richtung Kurvenausgang wandern. Bei Ausweichvorgängen schauen Sie nicht auf das Hindernis sondern auf die anzusteuernde Lücke. Aber auch beim Bremsen ist die Blickführung von Bedeutung. Wir schauen in Bremsrichtung, nicht vor das Vorderrad.

Knieschluss
Steht für den Kontakt der Kniebereiche mit dem Motorrad, in der Regel am Tank. Dient der Stabilisierung, beispielsweise beim Kurvenstil „Drücken“. Beim Bremsen ist der Knieschluss ebenfalls wichtig, um dem „nach vorne Rutschen“ des Körpers entgegenzuwirken.

Unterfahrschutz
Nicht zu verwechseln mit dem Unterfahrschutz, der z. B. an Lkw angebracht wird, geht es hier um das Thema „Schutzplanken“, landläufig oft Leitplanken genannt. Der Anprall an einen Schutzplankenpfosten stellt ein sehr hohes Verletzungsrisiko für die Fahrer motorisierter Zweiräder dar. Um diesen möglichen Anprall nach einem Sturz zu vermeiden, werden Schutzplanken vor allem in Kurvenbereichen so ausgestattet, dass der Fahrer bestenfalls an der Schutzplanke entlang „rutschen“ kann. Dies geschieht mit Hilfe mit einer zweiten Planke, die unterhalb der oberen Planke angebracht ist, dem so genannten Unterfahrschutz. Auch ein Durchrutschen unter der Schutzplanke wird mit dem Unterfahrschutz verhindert.

Gute Fahrt & schönes Wochenende!

Ihr ifz-Team

Herbstzeit = Erntezeit = Treckerzeit

Der Name „Herbst“ ist mit dem englischen Wort „harvest“, das Ernte oder Erntezeit bedeutet, verwandt. Eine Zeit, in der die Fahrerinnen und Fahrer motorisierter Zweiräder besonders auf das Geschehen rund um das Einholen der Feldfrüchte und die dazu genutzten Maschinen achten sollten. Beispielsweise ereigneten sich 2016 in Deutschland knapp 260 Unfälle mit Personenschaden zwischen einem motorisierten Zweirad und einem landwirtschaftlichen Zugfahrzeug.

Fahren Sie also besonders Umsichtig, wenn Erntefahrzeuge in Sicht sind und kalkulieren Sie ein, übersehen zu werden, insbesondere im Bereich der Ein- und Ausfahrten von Feldern. Gerade an diesen Stellen können dazu  die Fahrbahnoberflächen verschmutzt sein, was in Verbindung mit Feuchtigkeit sehr rutschig werden kann, besonders in Kurven. Auch teilweise verlorene Ernte-Erträge auf der Straße weisen auf möglichen Agrarverkehr in der Nähe hin.

Rechnen Sie vor allem hinter Kuppen und schwer einsehbaren Kurven mit den meist viel langsameren Erntemaschinen. Befindet man sich hinter beladenen Fahrzeugen, ist ein ausreichender Abstand und erhöhte Bremsbereitschaft angesagt, denn gelegentlich verlieren überladene Transporte Teile ihrer Fracht.

An Kreuzungen neigen landwirtschaftliche Fahrzeuge zu langsamem Abbiegen. Oftmals holen sie dabei weit aus, was zu Konfliktsituationen führen kann. Dabei können verschmutzte Blinker das Vorhaben der Agrarkolosse unvorhersehbar machen. Gerade in der frühen Dämmerung führt die gelegentlich verschmutzte Beleuchtung zu mangelnder Erkennbarkeit.

Ein letzter Tipp: Auf langen Geraden, aber auch in Kurvenbereichen, ist mit riskanten Überholmanövern entgegenkommender Verkehrsteilnehmer zu rechnen, die schnell noch am vorausfahrenden Trecker vorbei wollen. Fahren sie in solchen Situationen möglichst weit rechts.

Eine Gute Fahrt & schönes Wochenende!

Ihr ifz-Team

Nicht gesehen!

Auf mehrspurigen Straßen – egal, ob innerorts oder außerorts – sollte immer damit gerechnet werden, dass andere Fahrzeuge plötzlich die Spur wechseln, ohne den Motorrad- oder Rollerfahrer wahrgenommen zu haben. Oftmals wird der Schulterblick vergessen. Zudem unterbleiben häufig Blinkzeichen, was solche Situationen noch unberechenbarer macht.

Bleiben Sie daher nicht neben einem anderen Fahrzeug oder in seinem „toten Winkel“, weil diese Bereiche durch die meisten Rückspiegel nicht einsehbar sind. Bleiben Sie so weit zurück, dass Sie bei einem Spurwechsel nicht gefährdet werden oder fahren Sie vorbei.

Denken Sie für die anderen mit und „planen“ Sie sicherheitshalber lieber drei statt zwei Züge im Voraus.

Eine Gute Fahrt & schönes Wochenende!

Ihr ifz-Team

Der Herbst-Check im Überblick

Vor der Fahrt
– warme Kleidung („temperaturflexibel“)
– sauberes Visier ohne Kratzer (ggf. Sonnenschutz)

Unterwegs
– feuchte, rutschige und verschmutzte Straßen
– glitschiges Laub
– weniger Grip durch Kälte
– Blendung durch tief stehende Sonne
– schnelles Übersehenwerden
– landwirtschaftliche Fahrzeuge und Erntemaschinen
– vermehrter Wildwechsel
– Sicht erschwerender Nebel
Gute Fahrt & schönes Wochenende!

Ihr ifz-TeamÜber

„Freund“ oder „Feind“? Die zwei Seiten beim „Lichthupen“

Wo und wofür ist die Lichthupe laut Gesetzgeber einzusetzen? Die Straßenverkehrs-Ordnung regelt dies vornehmlich in § 16. Hier heißt es, dass Schall- und Leuchtzeichen nur geben darf, wer außerhalb geschlossener Ortschaften einen Überholvorgang ankündigen möchte. Auf der anderen Seite darf die Lichthupe eingesetzt werden, wenn man sich bzw. Andere gefährdet sieht. Dabei dürfen andere Verkehrsteilnehmer nicht geblendet werden. Der Einsatz der Lichthupe hat also warnenden Charakter, genauso wie ein akustisches Hupsignal.

Oftmals wird die Lichthupe aber auch eingesetzt, um dem Anderen die Vorfahrt einzuräumen bzw. darauf hinzuweisen, dass man auf den eigenen Vorrang verzichtet. Jeder kennt das, es ist alltägliche Praxis. Erlaubt ist es jedoch nicht. Die Lichthupe wird dabei quasi zweckentfremdet. Dies kann zu Missverständnissen führen. Beispielsweise beim Auffahren auf eine Autobahn. Ich befinde mich auf der Autobahnauffahrt, auf der rechten Spur nähert sich von hinten ein Lkw. Dieser blendet kurz auf. Für gewöhnlich bedeutet dies, dass er mich reinlassen möchte bzw. mir das Einfädeln ermöglicht (Aufforderung). Auf der anderen Seite gibt es aber auch Situationen, in denen Lkw-Fahrer genau das Gegenteil signalisieren möchten, nämlich, dass ein Einfädeln nicht möglich ist (Warnung). In zweiten Fall wäre die Lichthupe korrekt eingesetzt. Die Situationen sind also nicht immer eindeutig.

Auch Motorradfahrern ist es erlaubt, im Falle einer möglichen Gefährdung auf sich aufmerksam zu machen. Beispielsweise wenn der Eindruck entsteht, man könnte hinsichtlich seiner Vorfahrt übersehen werden. Trotz der Warnung durch den Lichtimpuls darf ich mich aber nicht in Sicherheit wiegen und davon ausgehen, dass „der Andere“ auch tatsächlich stehen bleibt. Besser ist es, davon auszugehen, dass er mich weiterhin nicht gesehen hat oder mein Signal falsch interpretiert – also rauszieht. Erhöhte Aufmerksamkeit, Bremsbereitschaft und eine Reduzierung der Geschwindigkeit sind hier angebracht.

Eine Gute Fahrt & schönes Wochenende!

Ihr ifz-Team

Motorrad-Workshop Sölden

Freitag und Samstag drehte sich alles um das Motorrad. Dazu gehörte auch der Besuch des Motorradmuseums am Timmelsjoch. Alle Teilnehmer waren begeistert! Benzingespräche rundeten abends den Workshop ab.

„Ich achte auf Motorradfahrer!“

Flagge zeigen und zum Nachdenken anregen. Rund 70 Prozent aller Kollisionsunfälle zwischen Pkw- und Motorrad werden von den Autofahrern verursacht. Der Grund dafür: Motorradfahrer werden aufgrund ihrer schmalen Silhouette häufig übersehen oder hinsichtlich ihrer Geschwindigkeit beim Annähern falsch eingeschätzt.

Das Wissen um dieses Risiko kann auf beiden Seiten enorm dazu beitragen, diese Kollisionen zu vermeiden.
Fahren Sie also vorausschauend und vertrauen Sie nicht unbedingt auf Ihre Vorfahrt. Der Fahrer des Pkw, Lkw, Traktors etc. könnte Sie nicht wahrgenommen haben! Hier lieber ein Mal mehr als zu wenig reagieren. Dazu ist es hilfreich, „auffällig“ zu fahren. Ändern Sie geringfügig Ihre Fahrspur und bewegen Sie sich auf Ihrem Motorrad. Hupen Sie notfalls. Und versuchen Sie, aus der Perspektive des anderen „zu gucken“:

– Verdecken Hecken oder bauliche Hindernisse die Sicht an Kreuzungen?
– Fährt vor Ihnen ein größeres Fahrzeug, das Sie quasi „unsichtbar“ macht?
– Sieht mich der entgegenkommende Linksabbieger?
– Habe ich  die Sonne im Rücken, die Entgegenkommende evtl. „blind macht“ (blendet)?
– Setzt der an der Haltestelle stehende Pkw-Fahrer vielleicht zum Wenden an?

Unsere Broschüre „Gefährliche Begegnungen“ bietet weitere Tipps.
Dazu kann jeder mit dem ifz-Aufkleber „Ich achte auf Motorradfahrer“ (auf transparenter Folie) ein Zeichen setzen und damit zum Nachdenken anregen. Dieses wetterfeste Statement kann hinten an Pkw oder Lkw platziert werden und für mehr Aufmerksamkeit aller Verkehrsteilnehmer gute Dienste leisten. Den Aufkleber gibt es hier.

Eine Gute Fahrt & schönes Wochenende!

Ihr ifz-Team

Mopped-Wortschatz Lektion 1

Überall tauchen sie auf, die Insider- und Fachbegriffe sowie Kürzel aus der Welt des motorisierten Zweirades. Doch nicht jeder weiß hier auf Anhieb, was genau gemeint ist und was sie „übersetzt“ bedeuten bzw. was genau dahintersteckt. Heute gibt es den ersten Teil der Wortschatz-Reihe. Hier also einige Begriffe querbeet:

Latsch
So nennt man die Fläche des Reifens, die Kontakt zur Fahrbahn hat (Reifenaufstandsfläche). Diese Fläche ist je nach Fahrsituation und Reifen unterschiedlich groß.

Einspurfahrzeug
Zweirädriges Fahrzeug, bei dem das Vorder- und das Hinterrad in einer Spur hintereinander laufen. Ein Pkw beispielsweise fällt in die Kategorie Zweispurfahrzeug.

Grip
Steht in Bezug auf die Reifen für Bodenhaftung oder Griffigkeit.

Mesh
Gerade im Sommer erwünscht: luftdurchlässige Motorradbekleidung. Dabei fällt oft der aus dem Englischen kommende Ausdruck „Mesh-Gewebe“ („Mesh“=“Masche“). Je höher der Mesh-Anteil und je größer die Maschen, desto besser die Kühlung bei höheren Temperaturen.

Glasverhalten
Hier geht es darum, dass das Gummi des Reifens zu hart ist, um sich mit dem Asphalt zu verzahnen. Die Reifenoberfläche wirkt wie eine Glasscheibe, die wenig Haftung entstehen lässt. Es besteht die Gefahr schneller wegzurutschen. Ursache meistens: Eine (noch) zu niedrige Reifentemperatur. Also die Reifen immer erst warmfahren.

Pinlock
Die so genannten Pinlock-Visiere verhindern mit Hilfe einer zweiten Scheibe unangenehmes Beschlagen. Wie bei einer Doppelverglasung verhilft die entstandene Luftkammer zwischen den beiden Scheiben zu besserem Durchblick. Die beiden Scheiben sind mit Hilfe eines Pins/Stiftes verbunden.

Gute Fahrt & schönes Wochenende!

Ihr ifz-Team

Wissen Sie, was Ihr Motorrad so alles drauf hat?

Moderne Motorräder und Roller können ihre „obere Hälfte“, sprich die Fahrerin oder den Fahrer, in vielen Situationen sicherheitsfördernd unterstützen. Das Stichwort lautet hier „Fahrer-Assistenzsysteme“, kurz FAS. Oder wie es das ifz in einer Studie definiert hat: FAS-M, was spezifischer die Assistenzsysteme an motorisierten Zweirädern eingrenzt.

Es gibt eine Vielzahl an Fahrer-Assistenzsystemen für Motorrad- und Rollerfahrer wie zum Beispiel ABS – mittlerweile auch kurventauglich, CBS (kombinierte Bremssysteme), Traktionskontrolle, Kombibremssysteme etc., um hier nur einige zu nennen. Wie der Name schon sagt, soll der Fahrer in komplexen Situationen durch diese Systeme entlastet und damit das Fahren sicherer gemacht werden. Beim motorisierten Zweirad sind vor allem Systeme mit Blick auf die aktive Sicherheit im Einsatz. Diese Systeme helfen also dabei, dass es gar nicht erst zu einem Sturz bzw. Unfall kommt. Die voranschreitende Technik wird auch zukünftig weitere Dienste leisten, beispielsweise mit Blick auf die Vernetzung der Fahrzeuge bzw. der Verkehrsteilnehmer untereinander.

Wichtig ist jedoch, dass sich jeder Motorradfahrer intensiv mit den Möglichkeiten, die sein Motorrad bietet, auseinandersetzt und auch weiß, wie ihm diese überhaupt behilflich sein können. Wissen Sie beispielsweise wie Sie Ihr ABS oder CBS am effizientesten einsetzen? Werfen Sie einfach mal einen Blick in die Betriebsanleitung Ihres Fahrzeugs. Dort finden sich in den meisten Fällen schon hilfreiche Informationen. Auch der Händler Ihres Vertrauens wird Ihnen sicherlich gerne Auskunft geben. Darüber hinaus liefert die ifz-Broschüre „MOTORRAD FAHREN – gut und sicher“ fundiertes Wissen. Egal, wo der Schuh drückt, scheuen Sie nicht, uns anzusprechen – wir sind für Sie da!

Neben der Theorie sollten die Helfer natürlich auch getestet bzw. der Umgang mit Ihnen trainiert werden, beispielsweise bei einem Sicherheitstraining.

Eine Gute Fahrt & schönes Wochenende!

Ihr ifz-Team

Kehrtwende

Kehrtwende
Jeder Motorrad- und Rollerfahrer kennt das: Ein Wendemanöver ist sehr holprig verlaufen, der Platz hat nicht ausgereicht, es musste korrigiert werden, ein Umfallen ist vielleicht gerade noch einmal mit aller Kraft „dahinstolpernd“ verhindert worden. Während Kurvenfahrten auch bei höherem Tempo noch rund und flüssig gelingen, ist das Wenden mit Schrittgeschwindigkeit oftmals ein Problem.

Wie in den meisten Fällen liegt der Schlüssel zum Erfolg auch hier in der Wiederholung – sprich: Übung macht den Meister. Dennoch muss man auch die richtige Technik kennen. Damit die nächste Wende besser gelingt, erklären wir kurz, worauf es ankommt. Entscheidend ist dabei die richtige Blickführung.

Es geht los: Nach dem Anfahren werden die Füße auf den Fußrasten platziert. Falls eine Bremsung nötig ist, wird lediglich mäßig und nur hinten gebremst. Und jetzt ganz wichtig: Schon vor dem Einlenken und der damit verbundenen Richtungsänderung, drehen Sie Ihren Kopf beim Fahren betont „nach hinten“ und schauen in die gewünschte Fahrtrichtung (nicht auf den Boden schauen), jetzt lenken Sie ein. Ihre veränderte Blickrichtung wird jetzt Wunder wirken. Sie werden merken, dass Ihr Blick Sie und das Motorrad in die richtige Richtung „zieht“.

Hilfreich beim Wendemanöver kann sein, die Kupplung schleifen zu lassen und durch leichtes „Halten“ der Hinterradbremse das Motorrad zu stabilisieren. Ebenso ist das Drücken der Maschine beim Wenden vorteilhaft.

Einfach mal ausprobieren. Üben lässt sich das hervorragend durch das Fahren von Achten auf einem verkehrsberuhigten Parkplatz. So klappt das Wenden besser, macht mehr Freude und sieht außerdem noch eleganter aus.

Eine Gute Fahrt & schönes Wochenende!

Ihr ifz-Team

Die Straße lesen

Motorradwetter! Es geht los bei Sonnenschein und angenehmen 25 Grad. Die Straße ist trocken und bietet jede Menge Grip. Nach herrlichen Passagen über Landstraßen, an Feldern und Wiesen entlang, führt es uns jetzt in eine Waldpassage. Hier gilt es, mit weniger Reifenhaftung zu rechnen, denn durch den Schatten der Bäume kann auch im Sommer der Fahrbahnbelag nass bzw. feucht sein. Daher sollten Motorradfahrer hier besonders auf plötzlich wechselnde Fahrbahnbeschaffenheiten sowie Verschmutzungen gefasst sein. Die feuchten Passagen bieten weniger Grip für die Reifen, sodass gerade in Kurvenbereichen ein Wegrutschen schneller möglich ist. Daher besser mit dem Tempo runter und weniger Schräglage einplanen. Das Antreffen wechselnder Fahrbahnoberfläche wird im Schatten der Bäume wahrscheinlicher, wenn es an den Vortagen geregnet hat und die Fahrbahn jenseits der Waldpassagen längst getrocknet ist.

Eine Gute Fahrt & schönes Wochenende!

Ihr ifz-Team

Was hat es mit Bitumen auf sich?

Den meisten Motorradfahrern ist „Bitumen“ ein Begriff und dabei alles andere als positiv belegt. Bitumen wird aus Erdöl gewonnen. Verwendet wird dieses sehr zähe, schwarze Material recht vielfältig. Zum Beispiel um Bauteile gegen Wasser zu schützen (Bitumenanstriche), ebenfalls bekannt sind Bitumenbahnen, die zur Abdichtung von Dächern genutzt werden. Im Straßenbau kommt Bitumen auch zum Einsatz und wird häufig für Ausbesserungsarbeiten von Fahrbahnschäden genutzt (für Risse, Fugen etc.), leider auch für großflächige Ausbesserungen auf der Fahrbahn.

Bitumen hat jedoch einen sehr niedrigen Haftreibungswert, ist also sehr rutschig. Die „Griffigkeit“ beträgt nur etwa ein Drittel der „normalen“ Asphaltoberfläche. Nasser Bitumen ist diesbezüglich etwa mit der „Griffigkeit“ von Glatteis vergleichbar, weshalb gerne vom „Glatteis im Sommer“ gesprochen wird. Außerdem erzeugen höhere Temperaturen ein ähnliches Problem: Schon bei 23 Grad Celsius Außentemperatur besteht eine leichte Verformbarkeit des Materials.

Um eine griffigere Oberfläche zu bekommen, werden Bitumenausbesserungen mit Edelsplitt oder Brechsand abgestreut und gewalzt. Die Wirkung dieser Maßnahme hält leider meist nicht sehr lange an und verliert ihre ursprüngliche Griffigkeit durch starken Verschleiß und Beanspruchung – die grobe Körnung wird abgefahren, es bleibt eine rutschige Oberfläche.

Von daher sollten Motorrad- und Rollerfahrer auf Ausbesserungen aus Bitumen besonders achten. Gegenüber normalem Asphalt sind auf Bitumen nur sehr begrenzte Schräglagen möglich, auch die Bremswege verlängern sich deutlich. Fahren Sie besonders vorsichtig und vorausschauend.

Seit vielen Jahren ist das ifz hinsichtlich des Themas Bitumen gemeinsam mit Gleichgesinnten aktiv. Unser Tipp an dieser Stelle: Helfen auch Sie, indem Sie sich den ifz-Meldebogen herunterladen, gefährliche Fahrbahnstellen melden und damit aktenkundig machen! Noch einfacher geht dies direkt unterwegs mit MOTO – der ifz-App. Ein Highlight der App ist nämlich der „Meldebogen Straße“. Die ifz-App ist kostenlos und kann über die gängigen Vertriebsplattformen heruntergeladen werden.

Eine Gute Fahrt!

Ihr ifz-Team

Zu zweit unterwegs

Der gemeinsame Fahrspaß auf Motorrad oder Roller setzt ein paar Dinge voraus, die Fahrer und Beifahrer unbedingt wissen und beachten sollten. Wichtig ist es, den ungeübten Mitfahrer schon vor der Fahrt darauf aufmerksam zu machen, was unterwegs wichtig ist. Beim Festhalten geht es los. Der Beifahrer hält sich im Hüftbereich des Fahrers fest. Es darf ruhig Tuchfühlung zum Fahrer aufgenommen werden. Nah ranrücken, damit beide eine Einheit bilden. Ganz wichtig: Der Beifahrer lässt seine Füße immer auf den Rasten, auch in Kurven oder wenn beispielsweise an Ampeln angehalten wird! Sozia oder Sozius fahren auf dem Zweirad aktiv mit und sollten daher möglichst auch das Verkehrsgeschehen mitverfolgen, dabei aber plötzliche Bewegungen vermeiden. Eine gewisse Körperspannung hilft u.a. dabei, das Aneinanderschlagen der Helme beim Gas geben oder Bremsen zu vermeiden. Für die runde Kurvenfahrt ist die Blickführung des Mitfahrenden entscheidend: In Linkskurven links und in Rechtskurven rechts am Fahrer vorbeischauen und auf Linie mit dem Fahrer bleiben. Für die Verständigung unterwegs ist die Absprache von Zeichen sinnvoll. Z.B. kann das Klopfen auf den rechten Oberschenkel bedeuten anzuhalten, klopfen gegen die rechte Schulter langsamer zu fahren. Auch wenn es schwer fällt, seine Eindrücke sollte zumindest der Fahrer unterwegs für sich behalten. Durch ein meist schwer verständliches „Rufen nach hinten“, ist die Ablenkung groß. Wer quatschen möchte, findet die passende Kommunikationstechnik im Fachhandel.

Es versteht sich, dass aufgrund der größeren Zuladung Fahrwerk und Reifenfülldruck ggf. vor der Fahrt angepasst werden müssen. Auch fallen Brems- und Überholvorgänge unterwegs länger aus, als im Solobetrieb. Der Fahrer sollte dies in seiner Fahrweise berücksichtigen und generell riskante und abrupte Manöver vermeiden.

Übrigens, meist ein sehr wackeliger Moment ist das Aufsteigen oder Absteigen des Beifahrers, was oftmals zu salopp gehandelt wird. Erst wenn der Fahrer einen sicheren Stand hat (beide Füße am Boden, Hände fest am Lenker) und das Kommando gibt, „darf“ auf- oder abgestiegen werden. Guten Halt bieten für diese Momente die Schultern des Fahrers.

Und zuletzt noch: Was für den Fahrer gut ist … Ihr Beifahrer sollte selbstverständlich Motorradbekleidung tragen.

Eine Gute Fahrt & schönes Wochenende!

Ihr ifz-Team

Warum Motorradhandschuhe so wichtig sind

Klar, beim Ski- oder Schlittenfahren trägt man draußen Handschuhe, um der Kälte zu trotzen. Auch beim Motorrad- und Rollerfahren ist der Schutz vor Witterungseinflüssen je nach Wetterlage nicht unerheblich. Kälte und Nässe machen weniger Spaß, verlangsamen vor allem die mechanischen Reaktionen der Hand und stören die Konzentration beim Fahren. Aber auch bei schönem Wetter können vom Vorausfahrenden aufgewirbelte Steinchen oder anprallende Insekten gerade bei höheren Geschwindigkeiten Schmerzen verursachen und schlagartig für unnötige Ablenkung sorgen. Und: Kommt es zu einem Sturz, werden Ihre Hände zwangsläufig Bodenkontakt aufnehmen.

Aus all diesen Gründen gehören zur Ausrüstung auf dem motorisierten Zweirad selbstverständlich die passenden Handschuhe dazu – und das bei jedem Wetter!

Mit Blick auf die Erfüllung aller für die Sicherheit wichtigen Kriterien von Handschuhen, sollten diese vor allem perfekt und bequem sitzen und Ihre „Verbindung“ zum Fahrzeug nicht stören. Ihr Fingerspitzengefühl sollte beim Handling des Fahrzeugs erhalten bleiben. Praktische Handschuh-Tipps gibt es hier.

Und noch etwas … Auch die Fahrer von Mofa, Moped, Mokick oder Roller sollten sich darüber im Klaren sein, dass auch bei niedrigeren Geschwindigkeiten die Hände bei einem Sturz unweigerlich in Mitleidenschaft gezogen werden.

Eine Gute Fahrt & schönes Wochenende!

Ihr ifz-Team

Nasse Straßen: kein Problem!

Auch wer bei feinstem Sonnenschein startet, kann unterwegs von Regenwolken eingeholt werden. Geht es für mehrere Tage auf Tour, sollte man sich schon im Vorfeld auf mögliche Regenetappen vorbereiten. Wir zeigen, worauf zu achten ist.

Grip

Mit guten Reifen ist das Fahren bei Nässe kein großes Problem. Klar, dass uns dabei natürlich spürbar weniger Grip zur Verfügung steht, als auf trockener Fahrbahn, sodass weniger Schräglage selbstverständlich ist. Ein sensibler Umgang mit Gas und Bremse ist ebenso angesagt, moderates und angepasstes Tempo versteht sich dabei von selbst. Abrupte und hastige Fahrmanöver sind zu vermeiden. Drehzahlen niedrig halten und lieber einen Gang höher wählen. Alles in allem ein weicher, runder und besonders vorausschauender Fahrstil eben. Vorsicht auf Fahrbahnmarkierungen, Bitumenstreifen und Kopfsteinpflaster. Auch Kanaldeckel werden jetzt extrem rutschig.

Bremsen

Antiblockiersysteme sind hier natürlich in ihrem Element und können recht problemlos auch auf Nässe erstaunliche Verzögerungswerte erreichen. Ohne ABS muss dagegen mit Feingefühl dosiert und vor allem nicht ruckartig gebremst werden, damit das Vorderrad nicht blockiert. Wichtig dabei ist in jedem Fall, hinten mitzubremsen.

Sicht

Oftmals wird durch vom Vordermann aufgewirbelte Nässe die Sicht erschwert. Hier empfiehlt es sich, mehr Abstand aufzubauen. Zudem kennt jeder das lästige Beschlagen des Visiers. Bessere Sicht und damit zusätzliche Sicherheit verschaffen hier Beschlag hemmende oder doppelwandige Visiere. Die sogenannten Pinlock-Visiere verhindern mit Hilfe einer zweiten Scheibe das unangenehme Beschlagen. Wie bei einer Doppelverglasung verhilft die entstandene Luftkammer zwischen innerer und äußerer Scheibe zu besserem Durchblick. Mit diesen Visieren können die meisten Helme nachgerüstet werden.

Fahrer und Gepäck

Wer gut gegen Nässe geschützt ist, steigert sein Wohlbefinden und damit die aktive Sicherheit unterwegs. Für Fahrer mit Textilanzügen ist die Regenkombi eine Empfehlung. Sofern das Leder nicht wasserabweisend (hydrophobiert) ist, kommen Fahrer in Lederbekleidung um die schützende Regenpelle in den meisten Fällen nicht herum. Denken Sie daran auch Ihr Gepäck entsprechend wetterfest zu machen. Übrigens: Ein gummierter Visierwischer am Zeigefinger des linken Handschuhs kann als „Scheibenwischerersatz“ bei Regen schnell wieder den Durchblick bringen.

Gute Fahrt & schönes Wochenende!

Ihr ifz-Team

Wasserhaushalt

Der Hochsommer ist da und mit ihm auch die schweißtreibendsten Touren des Jahres. Trotzdem gilt  es, während der Fahrt durchweg einen kühlen Kopf zu bewahren. Schwitzen bedeutet für den Körper Flüssigkeitsverlust und mit diesem schwindet zusehends die Konzentration. Um also immer möglichst konzentriert unterwegs zu sein, gilt es, den Flüssigkeitsverlust in Grenzen zu halten, zu kompensieren.

Zunächst sollte man häufiger als gewohnt pausieren und dabei regelmäßig Flüssigkeit aufnehmen – sprich: trinken! Dabei ist es wichtig zu wissen, dass das Durstgefühl ein sehr spätes Alarmsignal des Körpers ist. Grundsätzlich, also auch bei niedrigeren Temperaturen, sollte jede Pause zum Trinken genutzt werden, auch wenn man sich mitunter dazu zwingen muss.

Die obligatorische Flasche Wasser gehört daher immer griffbereit ins „Handgepäck“. Belebend und lecker können unterwegs ergänzend Lebensmittel mit hohem Wassergehalt sein. Wir haben hier zum Beispiel Salatgurken, Wassermelonen, Tomaten, Erdbeeren, die schon zuhause mundgerecht in kleine Stücke geschnitten, ihren Platz im Tankrucksack finden können.

Bei hohen Temperaturen empfiehlt es sich, bei der Wahl des Pausenortes möglichst auf ein schattiges Plätzchen zu achten.

Mehr zum Motorradfahren im Sommer liefert das Sommer-Special des ifz.

Gute Fahrt & ein schönes, sonniges Wochenende

Ihr ifz-Team

In der Gruppe versetzt fahren

Eine der zentralen Regeln, die bei der Fahrt mit Gleichgesinnten in der Motorradgruppe eingehalten werden sollten, ist das versetzte Fahren. Beim versetzen Fahren reihen sich alle Gruppenmitglieder abwechselnd links und rechts innerhalb der Fahrspur auf, ohne dabei zu nah am Straßenrand oder in der Straßenmitte zu fahren. Der erste Fahrer vorn (Tourguide) gibt das Schema vor – er fährt links in der Spur.

Was oftmals fälschlicherweise angenommen wird: Die Regel des versetzten Fahrens dient nicht der Verringerung des Sicherheitsabstandes zum Vordermann! Es geht vielmehr darum, jedem Gruppenmitglied eine bessere Sicht nach vorn und mehr Platz für ein eventuelles Bremsmanöver zu ermöglichen. Es muss also auch beim versetzten Fahren ein ausreichend großer Sicherheitsabstand zwischen den Gruppenmitgliedern gewählt und eingehalten werden.

Das versetzte Fahren wird übrigens nur auf Geraden ausgeübt: Spätestens im Anfahrbereich von Kurven wird das versetzte Fahren aufgelöst. Ab hier fahren nämlich alle Gruppenmitglieder die Kurve auf der gleichen Fahrlinie.

Gute Fahrt!

Ihr ifz-Team

Visier runter!

Während die Eintagsfliege mit 2 km/h Fluggeschwindigkeit eher gemütlich unterwegs ist, kommt uns eine Honigbiene schon mit flotten 13 km/h entgegen. Eine Pferdebremse schafft satte 40 km/h. Doch wie schnell diese fliegenden Gesellen auch immer unterwegs sind, ein Aufprall im Gesicht oder sogar ins Auge gilt es beim Motorrad- und Rollerfahren tunlichst zu vermeiden. Auch wenn es noch so verlockend ist, den angenehmen Fahrtwind zu genießen, das Visier sollte immer heruntergeklappt werden. Sicherlich kann es einen Spalt breit für frische Luft geöffnet bleiben. Wer ein Jet- oder Crosshelm ohne Visier bevorzugt, findet mit der passenden Motorradbrille ausreichenden Schutz, zumindest für die Augen.

Neben Insekten kann es natürlich auch ein, vom Vorausfahrenden aufgewirbeltes Steinchen etc. sein, dass uns die Sicht schon bei geringem Tempo rauben kann, und das schlagartig. Von daher empfehlen wir, vom ersten Meter an das Gesichtsfeld, insbesondere die Augen, vor „Eindringlingen“ zu schützen.

Gute Fahrt & schönes Wochenende!

Ihr ifz-Team

Wahrnehmung

Als Wahrnehmung bezeichnet man das, was wir mit unseren Sinnen aufnehmen. Unsere Umwelt nehmen wir vor allem über unsere Augen wahr. Und weil vor allem der Sehsinn für die Wahrnehmung über größere Distanzen genutzt wird, ist gute Sichtbarkeit, Wahrnehmbarkeit, auch im Straßenverkehr von größter Bedeutung.

Die Statistik zeigt uns jedoch, dass Motorradfahrer viel zu häufig im Straßenverkehr übersehen werden, was mitunter zu Kollisionen führt. Nach wie vor sind Pkw mit etwa 80% der Hauptkollisionsgegner von Motorradfahrern. Doch entgegen dem weit verbreiteten Vorurteil, der Motorradfahrer sei bei diesen Kollisionen meist der Schuldige, werden über zwei Drittel dieser Unfälle von Pkw-Fahrern verursacht. Auffällig ist hierbei, dass abbiegende Pkw-Fahrer in vielen Fällen entgegenkommende größere Fahrzeuge wahrnehmen und vorbei lassen, das Motorrad jedoch übersehen. Dies hat u. a. mit einer Fixierung auf die Ausmaße vierrädriger Fahrzeuge zu tun. Je größer ein Fahrzeug ist, desto eher wird es als potentielle Gefahr eingestuft. Die recht schmale Silhouette des Motorrades dagegen löst oftmals keine Reaktion aus.

Eine andere Problematik stellen gerade im Sommer Waldpassagen dar, in denen sich „Hell-Dunkel-Zonen“ bilden. Durch den Wechsel einfallender Sonne und den Schatten der Bäume sind unsere Augen oftmals überfordert, sodass ein entgegenkommendes Zweirad hier mitunter schwer auszumachen ist.

Kalkulieren Sie das in Ihre Fahrweise mit ein und rechnen Sie immer damit, übersehen zu werden.

Gute Fahrt wünscht

Ihr ifz-Team

Neue Motorradreifen vorsichtig einfahren

Sind die Reifen des Motorrades oder Rollers nach der Saison „runtergefahren“, ist es für viele Motorradfahrer üblich, die Neuanschaffung in den Frühling zu verlegen. Nach erfolgtem Wechsel, sollte aber nicht wie gewohnt „durchgestartet“ werden. Generell gilt für alle Fahrerinnen und Fahrer ein behutsames Herantasten an gewohnte Schräglagen und Bremsmanöver. Aber auch die neuen Reifen müssen unbedingt eingefahren werden, denn diese haben aufgrund des Produktionsprozesses noch eine ziemlich glatte Oberfläche. Auf den ersten 100 bis 200 Kilometern muss die Oberfläche beim Fahren erst angeraut werden, damit der Reifen den gewünschten Grip aufbauen und gänzlich ausnutzen kann. Wer hier zu forsch ans Gas und in Schräglage geht, kann schnell die notwenige Haftung zur Fahrbahn verlieren und damit im Falle eines Sturzes sogar seinen Versicherungsschutz gefährden.

Insbesondere die ersten 20 Kilometer sollten sehr behutsam gefahren werden, vergleichsweise wie bei Nässe. Starkes Beschleunigen und hartes Bremsen bitte vermeiden. Leiten Sie Bremsmanöver frühzeitig ein. Wenn möglich, fahren Sie erste Kurven und Kreise auf freiem Gelände abseits des Straßenverkehrs. Aber auch hier gilt es Vorsicht walten zu lassen.

Also, fahren Sie Ihre neuen Reifen bewusst ein und nutzen Sie die ersten 200 Kilometer, um sich an die neue Bereifung zu gewöhnen.

Gute Fahrt!

Ihr ifz-Team

Vieldiskutiert: Helmabnahme „Ja“ oder „Nein“

„Die Helmabnahme bei einem bewusstlosen oder bewusstseinsgetrübten Motorradfahrer kann schlimme Folgen haben“. Dieser Irrglaube hält sich leider sehr hartnäckig in den Köpfen vieler Auto- und Motorradfahrer, obwohl bereits seit 1984 unter Experten Einigkeit darüber herrscht, dass der Helm abzunehmen ist. Das Risiko bei Bewusstlosigkeit im Helm zu ersticken, ist für den Verletzten weit größer, als ein Verletzungsrisiko beim Abnehmen des Helms. Trotzdem sollte der Helm natürlich immer mit größter Vorsicht abgenommen werden, um Halswirbelverletzungen zu vermeiden.

Auch bei so genannten Klapphelmen, bei denen die vordere Helmseite komplett hochgeklappt werden kann, ist die Abnahme des kompletten Helms erforderlich, da nur so eine korrekte Atemspende und eine eventuell später notwendige stabile Seitenlage möglich sind.

Wir halten also fest, dass einem bewusstlosen Motorradfahrer nach einem Sturz oder Unfall sein Helm immer abgenommen werden muss.

Die vom ifz entwickelten Helmaufkleber zeigen dem (Erst)Helfer, wie der Helm schnellstmöglich zu  öffnen ist. Sollte es dabei zu Komplikationen kommen, die zu viel Zeit kosten, schneiden Sie einfach den Riemen des Helms durch. Denn der Helm sollte nach einem Sturz sowieso nicht mehr benutzt werden.

Weitere Infos, unter anderem zur korrekten Helmabnahme, gibt es in unserer Broschüre „Das kleine Erste-Hilfe-Einmaleins“ und in unserem Film „Erste Hilfe – Richtiges Verhalten am Unfallort“.

Gute Fahrt!

Ihr ifz-Team

Ein neuer Passagier

Die Motorradsaison ist in vollem Gange, die Ostertage boten die ideale Gelegenheit für erste Ausfahrten und für Familien-Events.

Möglicherweise kam auch bei Ihnen bei der Gelegenheit das Thema „Kinder auf dem Motorrad“ auf den Tisch oder Filius/Filia haben den Wunsch geäußert (der Apfel fällt ja bekanntlich nicht weit vom Stamm) „mal mitzufahren“. Sprich, vielleicht steht erstmals eine Ausfahrt mit der Tochter oder dem Sohn an.

Ein Thema, das nicht allgegenwärtig ist, bei dem aber Informationen unerlässlich sind. Unsicherheit herrscht bereits rund um die Dauer der ersten Ausfahrt. Dabei empfehlen wir, sich gerade am Anfang lieber etwas mehr in Zurückhaltung (auch wenn der neue Sozius, die neue Sozia das anders sehen sollte) zu üben. Kurze und weniger anstrengende Streckenabschnitte von höchstens jeweils 30 Minuten sollten für Mini-Biker das Maß der Dinge auf dem Motorrad oder dem Motorroller sein. Machen Sie die erste Tour nicht gleich zum Marathon und achten Sie auf eine ausgeglichene, harmonische Fahrweise. Älteren Kindern mit mehr Erfahrung kann beim „Mitbiken“ durchaus eine längere Fahrzeit oder eine anspruchsvollere Strecke zugemutet werden.

Weitere Antworten auf Fragen rund um die (auch rechtlichen) Grundlagen, die Voraussetzungen, die Helmwahl, die Kommunikation und Fahrweise und vieles mehr, finden Sie in unserer Broschüre „Mit dem Nachwuchs auf zwei Rädern“.

Ihnen (beiden) gute Fahrt

wünscht Ihr ifz-Team

Motorradfahren in der Gruppe

Sich gekonnt in Gruppen zu bewegen, ist für die meisten Tiere kein großes Problem. Wir Menschen müssen uns dabei schon wesentlich mehr konzentrieren. Daher hier noch schnell unser Tipp für die bevorstehenden Ostertage, die für den einen oder anderen bestimmt eine willkommene Gelegenheit bieten, mit Gleichgesinnten Motorrad zu fahren.

Um in der Motorradgruppe sicherer und entspannter unterwegs zu sein, müssen schon vor Fahrtbeginn klare Regeln besprochen werden, die jeder Mitfahrer einhalten sollte.

Hier die zentralen Punkte auf einen Blick:

– kein Wettbewerb untereinander
– keine Überholmanöver in der Gruppe
– Abstand halten
– größtmögliche Rücksicht untereinander und anderen Straßenverkehrsteilnehmern gegenüber
– regelmäßige Pausen

Und ganz wichtig: Jeder fährt trotz Teamgeist – unter Beachtung der besprochenen Gruppenregeln und vor allem der Straßenverkehrsordnung – für sich selbst verantwortlich.

Jeder Motorradhelm kommt mal in die Jahre

 

Eine immer wiederkehrende Frage an uns bezieht sich auf die Nutzungsdauer eines Motorradhelms. Grundsätzlich sollte vorausgestellt werden, dass ein Helm noch „wie neu“ aussehen und „sturzfrei“ sein kann und dennoch aufgrund seines Alters nicht mehr verwendet werden sollte. Im Regelfall wird der Austausch nach fünf bis sieben Jahren empfohlen. Unabhängig von der äußeren Erscheinung oder Intensität der Nutzung.

Bedingt wird der Austausch durch Materialermüdung einzelner Komponenten, die auch dann voranschreitet, wenn ein Helm gänzlich unbenutzt bleibt. So härtet beispielsweise das Material der Innenschale (Styroporkern), das wesentlich an der Sicherheit (Stoßdämpfung) beteiligt ist, mit der Zeit aus. Die Innenschale erfüllt dann nicht mehr ihre gewünschten Absorptionseigenschaften. Aufgrund dieser Alterungsprozesse ist das Gesamtwirkungssystem des Helms nicht mehr zu 100 Prozent gegeben.

Um die volle Schutzwirkung des Helms auszunutzen, sollte man sich zur eigenen Sicherheit an den fünf bis siebenjährigen Wechselzyklus halten. Wie bei anderen Dingen auch, kann aber die falsche Behandlung und Pflege die Nutzungsdauer verkürzen.

Klar, dass ein Helm nach einem Unfall getauscht werden muss. Aber auch nach einem Fall des Helms aus geringer Höhe – z. B. vom Lenker – ist die volle Schutzwirkung nicht mehr gegeben. Die dabei entstandenen Schäden sind von außen oftmals nicht erkennbar.

Wochenend-Check

„Luftdruck“
Der 31. März ist der 90. Tag des gregorianischen Kalenders (der 91. in Schaltjahren), somit verbleiben für 2017 noch 275 Tage, um in Ihrer Karriere als Motorrad- oder Rollerfahrer weiterhin alles richtig zu machen. Der folgende Tipp kann dabei behilflich sein – es geht um den Reifenfülldruck, dem regelmäßig volle Aufmerksamkeit geschenkt werden muss. Der richtige Reifenfülldruck hat nämlich einen großen Einfluss auf das Fahrgefühl und ist beim Motorrad und Roller noch wichtiger als beim Auto.

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